[?] Roco Kölner DÜWAG digitalisieren

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Manfred A.
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Registriert: Do 30. Dez 2004, 11:13
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[?] Roco Kölner DÜWAG digitalisieren

Beitrag von Manfred A. »

Hallo!

Hat jemand im Forum bereits einen Kölner Roco DÜWAG (A5, S4) ohne Schnittstelle digitalisiert und kann mir da Tips dazu geben? Wollte bei einem schnittstellenlosen Triebwagen die Platine gegen eine mit Schnittstelle tauschen, aber leider wurde da bei Roco bei den Modellen mit Schnittstelle ab Werk auch die Bodenplatte des A-Teils und der Motor geändert, sodaß eine Platine mit Schnittstelle nicht in ein Modell ohne Schnittstelle paßt (Poition der Befestigungsschraube ist anders und auch der Motor ist kleiner).

LG, Manfred
Ingbert
Beiträge: 127
Registriert: Do 30. Dez 2004, 18:48
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Re: [?] Roco Kölner DÜWAG digitalisieren

Beitrag von Ingbert »

Hallo Manfred,

ich habe alle meine alten "Butter-und-Brot-Rocos" digital laufen mit dem herstellerseitig enthaltenen Spitzenlicht in Form der Glühlampe. Der Umbau geht mit Lötkolben recht einfach. In meinem Fall muss ich aber noch vorausschicken, dass mein Umbau die beiden Schienenseiten verbunden hat und der zweite Pol fest über Oberleitung funktioniert. Mit entsprechender Anpassung geht der Umbau gleichwertig auch für beide Schienen.

Ich habe bewusst einen der ältesten Wagen genommen. Hier der Blick auf die Platine:

Bild

Der Motor ist zwar ein Fauli, aber für Hobbykollegen habe ich den gleichen Umbau auch mit dem originalen silbernen Roco-Motor gemacht. Vom Dekoder gehen die beiden Anschlüsse (orange und grau) direkt an die Motorpins. Die Federplättchen sind weggebogen.

Schwarz (für Schiene links) geht oben an den Lotbatzen, mit dem für verbundene Schienen die innere Nebenleiterbahn mitverbunden ist. Unten ist das rote Kabel für den Oberleitungsanschluß. Im reinen Schienenbetrieb müsste der rote Draht auf die Leiterbahn rechts statt links gelötet werden und die Leiterbahnverbindung oben darf nicht gebildet werden. Der Umschalter ist nutzlos geworden, verblieb bei mir aber, damit der Abdeckdeckel einen etwas besseren Halt hat. Ebenso hat der Kondenator keine Funktion mehr.

Für die Frontbeleuchtung wird die Diode unten im Bild vom Lötpin des schwarzen Lampenkabels abgetrennt und stattdessen das weiße Frontlichtkabel des Dekoders angelötet. Die Diode kann auch ganz raus, ich hab sie nur sicher weggebogen. Der andere Pol der Lampe passiert über den Metallwagenboden via Platinenschraube auf die Primärseite des Dekoders, was legitim ist. Es darf nur keinesfalls ein Pin des Motors an den metallischen Wagenboden kommen.

Das war's.

Die Platine sieht etwas "verhunzt" aus, weil vor Jahren schon mal rumgelötet wurde mit einem damaligen analogen FRU. Aber die Rocoteile sind für solche Umbauten unverwüstlich.

Ich hoffe, die Ausführungen helfen Dir weiter.

Noch eine praktische Anmerkung bezüglich der alten silbernen Roco-Motoren: Ich verwende bei mir Tams-Dekoder. Da funktionieren nach meiner Erfahrung die älteren LD-G32 perfekt, dagegen gibt es mit dem LD-G42 Probleme mit der Zuverlässigkeit der Motoransteuerung. Diesen Dekoder kann ich für besagte Modelle nicht empfehlen. Wie es bei anderen Herstellern aussieht, kann ich mangels Erfahrung nicht beurteilen.

MfG,
Ingbert Neumeister
Manfred A.
Beiträge: 539
Registriert: Do 30. Dez 2004, 11:13
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Re: [?] Roco Kölner DÜWAG digitalisieren

Beitrag von Manfred A. »

Danke für deine Erklärungen.

LG, Manfred
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